Warum Erfahrung im Körper wichtiger ist als jeder Trend
Bewegungstrends kommen und gehen. Neue Methoden, neue Versprechen, neue Abkürzungen. In über zwanzig Jahren als Fachfrau im Bewegungsbereich habe ich viele davon kommen sehen – und viele wieder verschwinden.
Was geblieben ist, ist etwas anderes – der Körper selbst.
Trends arbeiten oft an den individuellen Bedürfnissen des Körper vorbei.
Trends sind laut, sie wollen schnell wirken, sichtbar sein, beeindrucken. Doch der Körper funktioniert nicht nach Marketinglogik. Er braucht:
• Zeit
• Wiederholung
• Sicherheit
• Beziehung
• Anerkennung
• Fürsorge
• Akzeptanz
Ich habe Frauen erlebt, die von Trend zu Trend gesprungen sind – in der Hoffnung, endlich das Richtige zu finden. Nicht selten blieb dabei eines auf der Strecke: das Vertrauen in den eigenen Körper.
Erfahrung hört zu, bevor sie handelt
Erfahrung bedeutet nicht, alles zu wissen. Erfahrung bedeutet für mich, feiner wahrzunehmen. Nach so vielen Jahren als Kursleitung, im Personal Training, der Rehaklinik und der Wissensvermittlung hab ich gelernt, wann ein Körper mehr braucht und wann weniger, wann etwas trainiert, gelöst, oder entspannt werden will. Diese Fähigkeit entsteht nicht durch Zertifikate allein, sondern durch Begegnung, was zu einem Erkennen der individuellen Bedürfnisse führt.
Der Körper speichert mehr als Muskeln
Besonders im Faszientraining (siehe Artikel Faszien) und in der zyklusorientierten Arbeit (siehe zyklusorientiertes Training) zeigt sich: Der Körper speichert Erfahrungen, Spannungen, Anpassungen. Das kann ein Trainingsplan allein nicht immer erfassen. Ein Trend schon gar nicht…Was hilft, ist: Präsenz, Verständnis für Zusammenhänge, Körperbewusstsein, denn Gesundheit ist kein Zustand, den man erreicht, sie ist ein Prozess, den man begleitet!
Warum ich heute anders arbeite
Meine Arbeit ist heute ruhiger als früher, intuitiver, aber nicht weniger wirkungsvoll, im Gegenteil. Ich arbeite zyklusorientiert, weil der weibliche Körper rhythmisch ist und über das Fasziensystem, weil es verbindet, trägt und reguliert. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Beckenboden, denn er ist ein Fundament und braucht genauso Beachtung wie andere Muskelgruppen. Ich arbeite gesundheitlich fördernd statt nur leistungsgetrieben und mit Druck. Ich arbeite ganzheitlich, weil wir ganzheitliche Wesen sind und es genau diesen Blick braucht…Ich arbeite so, weil meine Erfahrung tiefer reicht und mir diese Arbeitsweise gelehrt hat.
Verkörpertes Wissen statt schnelle Lösungen
Ich glaube an Bewegung, die den Körper ernst nimmt, die stärkt, ohne dauernd zu überfordern, die langfristig trägt. Und ich glaube daran, dass Frauen nicht noch mehr Methoden brauchen, sondern Raum, um wieder zu spüren.
Erfahrung im Körper zeigt sich nicht laut, sie drängt sich nicht auf, sie wirkt leise und nachhaltig.
Ich nutze die hormonellen Phasen des Körpers wie Wellen und surfe auf ihnen, mal mit viel Gewicht, mal extrem fordernd, mal sanft und ruhig–das was der Körper braucht.
Wenn Du Bewegung suchst, die auf Dich reagiert, begleite ich Dich gerne ein Stück auf Deinem Weg.


