Dein Zyklus. Deine Stärke
Es gibt Tage, da fühlst du dich stark, klar und voller Energie. Und dann gibt es diese anderen Tage. Müde, schwer, reizbar, kraftlos.
Viele Frauen lernen früh: „Reiß dich zusammen.“ Im Training. Im Alltag. Im Leben.
Doch was, wenn dein Körper gar kein Gegner ist?
Was, wenn er dir die ganz Zeit etwas sagen will? Wenn du ihm dafür Raum geben solltest, statt es zu ignorieren?
Der weibliche Körper ist zyklisch – nicht linear!
Und der größte Fehler, den wir Frauen im Training machen, ist nicht mangelnde Disziplin. Es ist der Versuch, jeden Tag gleich leistungsfähig zu sein. Unser Hormonhaushalt folgt keinem linearen Muster. Er verläuft in Zyklen – gesteuert vor allem durch Östrogen und Progesteron.
Diese Hormone beeinflussen:
• Muskelkraft
• Regeneration
• Stoffwechsel
• Motivation
• Schmerzempfinden
• Stressverarbeitung
Wissenschaftlich belegt ist: Die körperliche Leistungsfähigkeit einer Frau verändert sich über den Menstruationszyklus hinweg. Und genau hier setzt zyklusorientiertes Training an.
Die 4 Zyklusphasen – wissenschaftlich& verständlich erklärt:
1. Menstruationsphase – Regeneration statt Kampf
Zu Beginn des Zyklus sind Östrogen und Progesteron niedrig. Der Körper ist mit Regeneration beschäftigt. Studien zeigen:
• geringe Belastbarkeit
• erhöhtes Ruhebedürfnis
• sensibleres Nervensystem
Zyklusorientiertes Training bedeutet hier: Sanfte Bewegung, Mobilisation, Spaziergänge oder bewusstes Nichttraining. Nicht aus Schwäche- sondern aus Respekt vor der Physiologie.
2. Follikelphase – Aufbau & Lernfähigkeit
Nah der Menstruation steigt der Östrogenspiegel. Das wirkt sich positiv auf:
• Muskelaufbau
• Koordination
• Motivation
• und Lernfähigkeit aus
Wissenschaftlich gilt diese Phase als optimal für intensives Krafttraining, denn viele Frauen fühlen sich hier motiviert, leistungsfähig und mental klar- der Körper ist bereit, neue Reize zu setzen.
3. Ovalutionsphase – Power & Performance
Rund um den Eisprung erreicht Östrogen seinen Höhepunkt. Studien zeigen:
• hohe Maximalkraft
• gute Belastungstoleranz
• hohe mentale Präsenz
Doch Vorsicht, die hormonelle Situation lässt auch die Verletzungsanfälligkeit leicht steigen- achte auf saubere Ausführung deines Trainings. Zyklusorientiertes training nutzt diese Phase gezielt: Kraftvoll aber bewusst.
4. Lutealphase – Rückzug & Regeneration
Nach dem Eisprung steigt Progesteron. Der Körper bereitet sich auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Typisch sind hier:
• sinkende Energie
• höhere Körperkerntemperatur
• schnelleres Ermüden
• höheres Stresslevel
Ich habe immer wieder gehört, dass Frauen das als persönliches Versagen interpretieren. Dabei zeigt die Forschung, der Körper braucht jetzt weniger Intensität, mehr Regeneration/ Regulation. Kürzere Einheiten, moderates Training, bewusste Pausen, das ist kein Rückschritt, sondern nachhaltiges Training!


Warum zyklusorientiertes Training mehr ist als ein Fitnesskonzept:
Zyklusorientiertes Training verändert nicht nur den Körper, es verändert die Beziehung zu ihm. Zykluswissen verhilft Frauen zu weniger Erschöpfung, einem besseren Körpergefühl, stabilerer Energie, weniger Schuldgefühlen und deutlich mehr Vertrauen in sich selbst und ihren Körper.
Diese Veränderung hilft uns Frauen, unseren Alltag mit mehr Freude, Leichtigkeit und Kraft zu leben. Wir Frauen und besonders Mamas brauchen kein härteres Training- wir brauchen ein intelligenteres, ein Training, dass uns unterstützt und keines, welches uns Kraft raubt. Wir brauchen ein ganzheitliches Training- Zyklusbasierte Workouts.
Meine Erfahrung: Vom Kampf zur Kooperation!
Ich selbst trainiere seit fast zwei Jahren zyklusorientiert und ich wünschte, ich hätte als Bewegungsfachfrau viel früher davon gelernt…Nicht weil ich „weniger will“, sondern weil mir klar geworden ist, dass ECHTE STÄRKE AUS VERSTÄNDNIS entsteht. Und das ich sanft& stark sein darf. Und seitdem höre ich auf meine Warnsignale, trainiere effizienter statt länger, erlebe meinen Körper nicht mehr als Hindernis sondern als eines meiner größten Geschenke… Ich habe gelernt, mit meinem Körper zu arbeiten und nicht gegen ihn. Fazit: Dein Körper ist Deine Superpower!
Dein Zyklus ist kein Störfaktor. Keine Ausrede. Kein Problem.
Er ist ein biologischer Rhythmus, der dir zeigt, wann du aufbauen kannst, wann du halten darfst, wann du loslassen solltest. Wenn wir Frauen aufhören, wie Männer zu trainieren, beginnen wir weibliche Stärke neu zu definieren. Mit Verständnis.Mit Mitgefühl. Mit Wissen.
Wenn Du noch mehr erfahren willst, oder gerne persönliche Beratung oder Austausch wünscht, oder Interesse an Personal Training hast, melde Dich sehr gerne bei mir…


